Lochmünzen
Im Gegensatz zu gelochten Münzen werden die Löcher bei Lochmünzen direkt beim Prägevorgang gestanzt und nicht erst nachträglich. Deshalb sind ungelochte Lochmünzen als Fehlprägungen anzusehen. Das Loch liegt immer im Zentrum der Münze (Zentralloch) und kann rund oder quadratisch sein. Beispiele für Lochmünzen sind die Ch´ien oder Käsch, die in China, Korea, Japan und Annam aus Messing geprägt oder aus Blei gegossen wurden. Das Loch diente zur Aufreihung der Münzen auf Schnüre. In neuerer Zeit sollte das Loch auch zur bequemen Unterscheidung von Silbermünzen dienen. Deshalb wurden Münzen für die Kolonien (Belgisch-Kongo, Britisch West- und Ostafrika) aus Kupfer oder Kupfer-Nickel mit Löchern versehen. Auch die Materialersparnis mag eine Rolle gespielt haben. In Europa wurden im 20. Jh. u.a. in Griechenland, Frankreich, Belgien und Dänemark Lochmünzen ausgegeben.
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